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Die Rodung der Wälder und ihre Gefahren

Die wenigsten Wälder auf der Welt entsprechen noch einem echten Urwald. Urwälder sind vom Menschen völlig unberührt und bedürfen keiner Forstwirtschaft. Der natürliche Kreislauf regelt alles von selbst. Es ist egal wie eng oder wie weitflächig neue Bäume heranwachsen oder absterben. Wirkliche Urwälder kennen keine Axt oder gar Motorsägen und genau das macht den Reiz dieser Wälder aus. Im Laufe der Jahre hat sich eine artenreiche Flora und Fauna gebildet, die jedoch heute stark gefährdet ist. Die Abholzung der Urwälder nimmt immer mehr zu statt ab. Schuld daran sind leider wir Menschen.

Was geht verloren?

Der derzeitige Bestand von Urwäldern beträgt etwa 36 % von der Gesamtwaldfläche. Jährlich gehen aber etwa 6Millionen Hektar verloren, alleine durch die Rodung der Bäume. In tropischen Ländern, hier ist vor allem der tropische Regenwald betroffen, sind es sogar 8 bis 10 Millionen Hektar. Im Jahr 1950 beispielsweise, war etwa 11 % der gesamten Landfläche von tropischen Regenwäldern bedeckt. Dies entspricht ungefähr 17 Millionen Quadratkilometer. Etwa 30 Jahre später wurde diese Zahl stark nach unten korrigiert. Die Fläche der tropischen Regenwälder betrug nur noch ca. 9 Quadratkilometer. In nur 30 Jahren wurde damit die Hälfe der Regenwälder komplett vernichtet. Ganze Lebensräume für Pflanzen und Tiere gehen verloren. Pflanzen finden keine Nährstoffe mehr, Tiere werden aus ihrem natürlichen Lebensraum vertrieben und gehen daran qualvoll zugrunde.

Die Gründe für die Abholzung

Die Abholzung der Ur- und Regenwälder hat mehrere Gründe. Zum einen ist dieser Lebensraum voll an Nutzpflanzen, welche nicht nur für Möbel verwendet werden, sondern auch als Biokraftstoff. Die Flächen werden gerodet, da Holz ein wertvoller Rohstoff ist. Auf den gerodeten Waldflächen werden andere Produkte angepflanzt. In Indonesien wird verstärkt Palmöl auf gerodeten Flächen angebaut, da dies ein hervorragender Rohstoff für Bioenergie ist. In Brasilien wird verstärkt Soja angebaut. Wozu braucht man Soja? Aus Soja wird Kraftfutter für sämtliche Nutztiere wie Rinder und Schweine hergestellt. Auch Deutschland profitiert sehr stark davon und importiert Unmengen von Soja. Das dafür mehrere Hektar Regen- und Urwald weichen mussten, scheint niemanden zu interessieren.

Großflächige Brandrodungen

Eine weitere große Gefahr für die Wälder stellt die Brandrodung dar. Hier werden ganze Flächen niedergebrannt, um gute Landwirtschaftsflächen herzustellen. Die Asche die übrig bleibt, ist ein sehr guter Dünger für den Boden. Zukünftige Getreidesorten und Gemüse können besser gedeihen, aber wieder auf Kosten der Ur- und Regenwälder. Die Brandrodung scheint gar kein Ende zu nehmen. Ist ein Stück niedergebrannt, ziehen die Menschen weiter und brennen das nächste Stück nieder.

Was kann man tun?

Viele Personen werden sich fragen, was es nützt, wenn man selbst auf gewisse Dinge verzichtet. Einer alleine kann schließlich den Regenwald nicht retten. Dies ist auch richtig, dennoch ist jeder, noch so kleine Beitrag, sehr wichtig um den Wald nachhaltig zu schützen. Gartenmöbel aus Mahagoni oder Teakholz mögen zwar extrem lange halten, aber sind diese wirklich notwendig? Auch Spenden können helfen. Alle Wälder müssen geschützt werden, nur so kann man sie vor dem Aussterben bewahren. Naturparks müssen errichtet werden, was aber Geld kostet. Hier können Spenden helfen, egal wie hoch diese ausfallen. Egal wie klein die Hilfe ausfällt, jedoch kann sie beitragen die Abholzung der Urwälder zu stoppen.

Fotoquelle: guentermanaus – Fotolia.com

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