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Der wasserreichste Fluss der Erde
Der Fluss „Amazonas“ ist weltbekannt. Er durchfließt den nördlichen Teil Südamerikas und gilt als der wasserreichste Fluss der Erde. Zum Vergleich, der Amazonas führt alleine mehr Wasser mit sich, als die sieben nächstkleineren Flüsse zusammen. Offiziell misst der Fluss eine Länge von 6.448 Kilometern. Der Amazonas wäre also rund 400 Kilometer kürzer als der Nil, dem längsten Fluss der Erde. Allerdings gibt es strittige Angaben, welche besagen, dass der Amazonas wesentlich länger ist. Demnach wäre er nicht nur der wasserreichste Fluss der Erde, sondern zugleich auch der längste Fluss der Erde. In den 6.448 Kilometern mit einberechnet sind die beiden Flüsse Ucayali und Apurímac. Beides sind Quellflüsse des Amazonas. Würde man nur den Flussbereich einberechnen, der tatsächlich Amazonas heißt, wäre der Fluss wesentlich kürzer.
Die Entstehung des Amazonas
Im früheren Großkontinent Gondwana floss ein Vorläufer des Amazonas. Dieser Fluss wird deshalb auch als „Uramazonas“ bezeichnet. Der Uramazonas floss vom Osten nach Westen und mündete in den Pazifik. Er floss damit in die entgegengesetzte Richtung. Einige Forscher gehen sogar davon aus, dass die einstige Quelle des Uramazonas im heutigen Afrika lag. Demnach wäre dieser Fluss etwa 14.000 Kilometer lang gewesen und damit der längste Fluss der gesamten Geschichte der Erde. Dies ist jedoch nur eine Hypothese, welche nie bewiesen werden konnte. Vor etwa 100 Millionen Jahren brach Gondwana auseinander und die südamerikanische Platte driftete in Richtung Westen ab. Der einstige Uramazonas und das Amazonasbecken wurden somit voneinander abgeschnitten, was ein Trockenlegen mehrere Flussabschnitte mit sich führte. Aufgrund der Erhebung der Anden, war auch die Mündung versperrt und so kehrte der Fluss seine Flussrichtung um. Dies geschah vor etwa 10 bis 15 Millionen Jahren. Dies erklärt auch, warum mitten im Amazonas mehrere Meeresbewohner wie Rochen, Seekühe, Delfine und sogar Haie leben. Diese könnten in den Amazonas gelangt sein, als der Uramazonas vom Pazifik abgetrennt wurde und der Rückweg für die Meeresbewohner somit versperrt war.
Bedrohte Tierarten
Heute leben im Amazonas etwa 1.500 verschiedene Fischarten. Zahlreiche Arten davon werden auch als Speisefische verwendet. Zu den beliebtesten Speisefischen in Südamerika zählen der Schwarze Pacu, auch Mühlsteinsammler genannt, die Cichla, eine Gattung der Buntbarsche und der Arapaima, eines der größten Süßwasser-Raubfische der Erde. Der Arapaima kann bis zu 2,50 Meter groß werden. Zu den bedrohtesten Tierarten des Amazonas zählen die Amazonas-Manatis und die Amazonasdelfine. Der Amazonas-Manati, auch Fluss-Manati genannt, gehört zur Familie der Rundschwanzseekühe. Es ist die einzige Art die im Süßwasser lebt. Obwohl der Amazonas-Manati der kleinste seiner Art ist, werden männliche Tiere immerhin 2,80 Meter groß und können 480 Kilogramm auf die Waage bringen. Der Brust- und Bauchbereich der Tiere hat eine auffällig weiße, bis hin zum Rosa reichende Färbung. Obwohl der Amazonas-Manati seit 1973 in Brasilien unter Naturschutz steht, zählt er weiter zu den bedrohten Tierarten. Auch die Amazonasdelfine gehören zu den bedrohten Tierarten. Auch hier färben sich ältere Tiere rosa, während Jungtiere grau sind. Der Amazonasdelfin ist kleiner als der uns bekannte „Große Tümmler“. Auch die Schnauze ist wesentlich kürzer und sogar behaart. Amazonasdelfine leben überwiegend in freier Wildbahn. Nur fünf Exemplare leben in Aquarien, eines davon im Duisburger Zoo.
Fotoquelle: gaelj – Fotolia.com




